Wie ich arbeite

Beschreiben Sie mal, wie Sie arbeiten. Schwierig. An dieser Stelle folgen meist unter der Überschrift ‘Unsere Philosophie’ Worthülsen wie „erfolgsorientiert“, „verstehen uns als Dienstleister“ oder „schnell und zuverlässig“. Das schenke ich mir.

Dass ich die Sache meiner Kundinnen und Kunden zu meiner eigenen mache, ist selbstverständlich. Ein paar Aspekte der Zusammenarbeit will ich aber ansprechen:


Miteinander

Als ich in diesem Beruf anfing, arbeiteten Kreative am liebsten für sich. Versagte eine Lösung, lag’s an den Anderen, an der Umsetzung, an den Umständen, an allem Möglichen – aber nie an der Idee. Das geht heute nicht mehr, und das ist gut so. Lösungen zu finden ist ein Prozess. Dem trägt ein sprunghaft gestiegener Anspruch Rechnung, mit wem ein Text oder eine andere Leistung alles abzustimmen ist.

Diesem Anspruch stelle ich mich gerne. Meine People Skills helfen mir, Projektergebnisse mit unterschiedlichsten Stakeholdern abzustimmen – ohne dass am Ende alle mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner aus der Runde gehen.

Auf Augenhöhe

Glauben Sie ans Haifischbecken? Ich nicht. Die guten Projekte (bei denen auch für den Auftraggeber das Meiste rauskommt) entstehen nicht aus Chaos, Machtspielen und Überdruck.

Fairness, Offenheit und Interesse am Gegenüber liegen mir näher. Das hat sich bewährt – gerade unter Zeitdruck. Wenn das naiv ist, bleibe ich gern blauäugig. Die Freude an der Arbeit macht’s wieder wett.


Loyalität und Treue

Ich ziele auf eine langfristige Zusammenarbeit. Das gelingt auch fast immer. Viele Kundinnen und Kunden betreue ich seit Jahren, manche seit Jahrzehnten.

Das heißt nicht automatisch, dass man dauernd Projekte zusammen macht. Es gibt Auftraggeber, kleinere Unternehmen zumeist, die kommen nur alle zwei, drei Jahre mit einem Anliegen zu mir. Aber sie kommen und bleiben mir treu, weil sie wissen: Ich bin loyal. Und rate auch mal – gegen mein vordergründiges Interesse – von einem Projekt ab, wenn es der Sache nichts nützt.


Empfehlung oder Wettbewerb?

Über 90 Prozent meiner Auftraggeber sind durch direkte Empfehlungen bei mir gelandet – ohne Akquise. Darauf bin ich stolz.

Natürlich stelle ich mich auf Wunsch allen Vergleichen und Ausschreibungen. Jederzeit. Kreativer Wettbewerb ist wichtig. Doch in letzter Zeit haben Wettbewerbe und Ausschreibungen selbst für kleine und kleinste Projekte überhand genommen, die oft einzig über den Preis entschieden werden. Dabei wären Direktbeauftragungen meist sinnvoller – und auch günstiger, wenn man die Folgekosten ins Kalkül zieht.

Pitches und Kampfpräsentationen ins Blaue hinein sind deshalb nicht mein Ding. Das überlasse ich gern Agenturen, die die dafür nötigen Kapazitäten und Strukturen vorhalten können und wollen.

Ich stecke meine Energien lieber in die eigentliche Aufgabe. Denn seien wir ehrlich: Wer glauben Sie finanziert die aufwändigen Wettbewerbe am Ende?