Geschlechtergerechte Sprache

Seminare und Workshops zum Thema Gendering und geschlechtergerechte Sprache sind bislang eine kaum bestrittene Frauendomäne. Warum eigentlich?

genderingEs ist ein äußerst aktuelles, spannendes Thema – und ein schwieriges dazu. Noch sind es vor allem Verwaltungen und große Konzerne, die sich damit beschäftigen – so manche eher aus schlechtem Gewissen und gezwungenermaßen, denn aus Überzeugung. Wie lässt sich eine Sprache, die den Normalfall immer als männlich ansieht, überlisten? Muss man das? Geht das überhaupt?

Oder muss sich erst das Denken ändern, ehe die Sprache nachziehen kann? Die Wahrheit ist: Das Denken hat sich schon geändert, oder ist zumindest dabei. Jetzt muss die Sprache folgen – auf unbekanntes Terrain. Das hat derzeit viele schräge Blüten im Extremen, aber auch Halbherzigkeiten zur Folge. Mit einem angehängten „Innen“ ist es sicher nicht getan. Aber Sternchen als Endung oder Unterstriche helfen auch nicht weiter, wenn einem die Sprache am Herzen liegt.

Mein Ziel ist es, für meine Kundinnen und Kunden einen eigenständigen Weg zwischen den Extremen zu finden. Das tue ich bislang vor allem in Form von Textüberarbeitungen, Lektoratjobs und Manöverkritik an Gendering-Handbüchern, die andere erarbeitet haben. Viele greifen tatsächlich zu kurz, indem sie sich mit Ungefährheiten durchmogeln.

Dabei lässt sich die Aufgabe durchaus strukturiert angehen: Es gibt semantische Diskriminierungen (wie Milchmädchenrechnung und Kavaliersdelikt) und es gibt grammatikalische. Die einen kann man als Bad Practice Liste sammeln, die anderen systematisch benennen. Damit kann man das Feld abstecken – und dann entscheiden, was man ändern will. Und was nicht.

Meine Leistungen

  • Textlektorate
  • Workshops
  • Entwicklung von Regeln
  • Individualisierte Handbücher

Berlin  |  May 2014